Kleine Kinder im Instrumentalunterricht

Aktualisiert: 14. Nov. 2020



Als Lehrer haben wir bestimmt Erfahrungen kleine Kinder zu unterrichten. Ich finde es persönlich sehr spannend und ich liebe es Kinder zu unterrichten, denn Kinder haben so viele unentdeckte Potenziale. Kinder zu unterrichten ist allerdings manchmal nicht so einfach. In dieser Folge spreche ich über die Faktoren, die für die kleinen Schüler für ihren Fortschritt im Instrumentalunterricht wichtig sind.


1. Liebe auf den ersten Blick.


Wie Liebe auf den ersten Blick muss Lehrer mit dem kleinen Schüler sofort an dem ersten Treffen einen positiven Eindruck machen. In diesem Fall sind eine kleine Unterhaltung und die richtige Körpersprache auch extrem wichtig. Eine warme freundliche Begrüßung, passende Diktion, Augenkontakt, freundliche Mimik und begeisterte Körperbewegung haben beispielsweise einen guten Einfluss darauf. Wobei müssen Lehrer auch darauf aufpassen, dass sie es nicht übertrieben oder zu extrem machen, da die kleine Schüler sich davon angegriffen und unwohl fühlen können.


2. Erste Stunde entscheidet alles.


Die erste Stunde muss klappen! Die erste Stunde entscheidet, ob der kleine Schüler seine Interesse an dem Instrument behaltet und weiter lernen bzw. spielen möchte oder er das Instrument nicht mehr mag, weil es so schwer zu lernen ist. Meiner Meinung nach ist das Ziel der erste Stunde und evtl. Stunden die Motivation und Lust auszubauen. Spass Faktor ist in diesem Fall deswegen auch sehr wichtig.












3. Spass Faktor.


Spass hat manchmal eine schlechte Konnotation, wenn es ausschließlich am Spass und Unernst geht. Spass sollte in diesem Thema als das gegenteil von der Langeweile interpretiert werden. Langeweile kann zum Beispiel von dem langweiligen Lehrer, langweiligen Material, Still des Unterrichts, usw verursacht werden. Langweil kann aber auch vom nicht-merkbaren Fortschritt verursacht werden. Schließlich hat eigentlich Spass und Fortschritt eine sehr enge Verbindung. Unterricht macht für Schüler spass, wenn er seinen Fortschritt auch merken und darauf freuen kann. Darum geht es ja

4. Richtige Methode und Didaktik.


Lehrer muss bewusst sein, dass die Unterrichtsmethode für Kinder und Erwachsene ganz unterschiedlich ist. Die Didaktik bzw. Zielsetzung soll auch individuell je nach Bedurfnis und Lern- oder Spielfähigkeit personilisiert werden. Jede Individuell ist unique und das ist die Tatsache, das heisst, die Methode und Didaktik soll zu dem individuellen Schüler angepasst werden und nicht andersrum. Als Beispiel sind „non-judgmental environment“, lernen mit kleinen schritten, viele kleine Erfolgerlebnisse, Bewegungsspiele, usw für kleine Kinder sehr ideal. Heutzutage gibt es auch bereits mehrere Geigen- oder Klavierschule, die für Kinder gebaut werden. Als Lehrer finde ich es wichtig so viele wie möglich die Instrumentalschulen zu kennen und verstehen und im praxis nach Bedarf mischen und kombinieren. Meine personliche Referenzen für kleine Kinder sind die berühmte Suzuki Methode, Paul Rolland Methode, Fiedel Max, Susi und Eddie, Geigenkasten, usw.. Und was für eine Schule ihr im Unterricht nutzt? Bitte im Kommentar schreiben!














5. Körperkraft aufbauen.


Die Muskulatur der kleinen Kinder sind noch nicht so stark und stabil wie Erwachsene. Dies bringt eigentlich sowohl Vorteile als auch Nachteile. Als Vorteile können kleine Kinder mit neuen Bewegungen oder Haltungen schneller und einfacher anpassen. Als Nachteile sind die Muskulatur der kleinen Kinder für bestimmte Haltungen oder Bewegungen noch zu schwach. Öftere kleine Pausen zwischen der Unterrichtsstunde oder der Übezeit werden deswegen sehr empfohlen. Außerdem sind gymnatische Übungen für die bestimmten Haltungen oder Bewegungen auch sehr wichtig um stärkere und stabilere Muskulatur der Kinder aufzubauen.

6. Konzentration steigen.


Konzentration ist für kleine Kinder auch ein großes Thema. Kleine Kinder können im Normalfall nicht zu lang auf eine Sache konzentrieren. Es wird auch empfohlen, dass kleine Schüler bereits seit Anfang ihres Geigenlernens Konzentration Übung machen. Zum Beispiel: Bestimmte Haltung für 10 Sekunden halten, der Blick auf bestimmten Punkt während Spielens konzentrieren. In der Methode von Kerstin Wartberg gibts beispielsweise das Prinzip „Geige hoch, Augen unten“ für kleine Schüler um die Konzentration seit früher Phase zu traineren.












7. Unterstützende Umgebung (u.a. Singen, Tägliche Hören, Zusammenspiel).


In der Suzuki Methode gilt zum Beispiel ein Prinzip „Eine positive und liebevolle Umgebung ist entscheiden für das Erlernen“. Hier deutet Sinzchi Suzuki die Notwendigkeit der Umgebung. Suzuki Methode glaubt nicht an der Begabung. Sie glaubt stattdessen daran, dass Schüler durch die richtige unterstützende Umgebung musikalisch und technisch richtig und gut gefördert werden können. Es ist deswegen wichtig, dass kleine Kinder so früh wie möglich eine musikalische Umgebung von den Eltern bekommen. Zum Beispiel: Im Auto mit dem Papa oder der Mama gemeinsam singen, verschiede Lieder jeden Tag oft anhören, Zusammen singen, zusammen üben oder spielen, Hospitieren der Eltern in Unterrichtsstunden, usw. Ohne eine unterstützende Umgebung zumindest von der Familie wird es für kleine Kinder wohl sehr schwierig den guten Fortschritt zu haben.


8. Körperkontakt und -sprache.


Das Thema mit dem Körperkontakt ist immer noch heiß zu diskutieren, denn sie ohne die richtige Verwendung zu beispielsweise einer sexueller Verletzung führen kann, obwohl ein richtiger Körperkontakt für die richtigen Zwecke sehr hilfreich und manchmal notwendig sein kann. Zum Beispiel: Korrektur und Verbesserung der Haltung und der Bewegung, Hilfsmittel einer komplizierten Erklärung, usw.


Verbale Kommunikation und Diktion sind auch für kleine Kinder sehr entscheidend. Eine passende Diktion entscheidet es, ob Kinder die Erklärung des Lehrers verstehen, oder ob sie für die Erklärung überhaupt interessieren.



9. Mut und Motivation steigen (durch Konzerte, Klassenvorspiel).


Schließlich ist es auch meiner Meinung nach wichtig, dass kleine Schüler genug Gelegenheiten haben vor dem kleinen oder großen Publikum vorzuspielen. Dadurch bauen sie nicht nur die Selbstbewusstsein, Lampenfieber und Mut auf, sondern haben sie auch ein konkretes Ziel des Übens, das die Motivation der Schüler gleichzeitig auch steigern.


Und das wars von mir; 9 wichtigen Faktoren zum Thema „Kleine Kinder im Instrumentalunterricht“. Wenn du Kommentare, Fragen oder Vorschläge für die nächste Folge hast, schreib bitte ruhig im Kommentarbox und auf wiedersehen!




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